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Einfaches und schnelles Bauen 

 

Modulare Bauweise als ideale Ergänzung

Modulare Bauweise verspricht Schnelligkeit, Einsparungen und Effizienz. Dabei darf natürlich die Gestaltung nicht auf der Strecke bleiben. Es sollten keine rein funktionale Häuser wie Plattenbauten in Trabantenstädten entstehen. Aber die Modulbaubranche ist auf einem guten Weg Funktion und Ästhetik miteinander zu verbinden. Mittlerweile können auch sehr ansprechende Architekturentwürfe in Module übersetzt werden. Bisher war das modulare Bauen auf ausgewählte Gebäudetypen wie Industriehallen, einfache Bürogebäude oder Wohnungsbauten mit geringer Komplexität und Standardgrößen fokussiert. Durch neue Techniken, bestimmte Notwendigkeiten und einem anderen Zugang zum Thema ergeben sich gegenwärtig neue Möglichkeiten.

Neue Methoden

In den letzten Jahren werden einige bemerkenswerte modulare Bauvorhaben wie die Wissens- und Erlebniswelt experimenta in Heilbronn oder das innovative Stadtquartier FOUR in Frankfurt in Tat umgesetzt. Digitale Planungskonzepte helfen dabei, den individuellen Gestaltungsansatz des Architekten und den Anspruch des Bauherrn zu erfüllen. Mit speziellen Softwareprogrammen können die einzelnen Module leicht systematisiert werden. Dadurch entstehen Planungs-, Logistik- und Montagestandards, die dafür sorgen, dass gleiche Flächen und Konstruktionen – wie etwa Büroräume oder Sanitärbereiche – nur einmal geplant werden müssen. Dann können die Elemente in der Regel komplett industriell vorgefertigt und auf der Baustelle montiert werden.

Zudem ermöglicht die Digitalisierung der Planung, dass kleine Veränderungen an Bauteilen ohne viel Aufwand vorgenommen werden können. Komplizierte Konstruktionen wie bei Fassaden oder Dächern können so vereinfacht werden. Das erlaubt Planern, auch herausfordernde Aufgaben durch individuelle Lösungen zu realisieren. Dadurch wird erreicht, dass die Vorteile wie kurze Bauzeit und hohe Funktionalität erhalten bleiben, aber eine anspruchsvolle Architektur entsteht.

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Hotels in Modulbauweise

Die Nachverdichtung in Großstädten ist ein großes Zukunftsthema. Mit dem the niu Hide in Berlin wurde das weltweit erste modular errichtete Hotel auf dem Dach eines Einkaufszentrums eröffnet (siehe auch Ausgabe VII/2019). Das Midscale-Hotel auf dem Parkdeck des von der ECE betriebenen Ring-Center II in der Frankfurter Allee verfügt über 152 Zimmer. Mit deren Skypark-Hotelkonzept folgen die Hotelentwickler MQ Real Estate dem Trend der urbanen Nachverdichtung und einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung. Das gesamte Hotel wurde in nachhaltiger, energieeffizienter Holz-Modulbauweise konzipiert und größtenteils im Werk vorgefertigt.

Diese und andere Projekte zeigen das der Modulbau eine gute Alternative zur Massivbauweise sein kann und besonders in Großstädten eine wichtige Ergänzung darstellt. Dem nachwachsenden Rohstoff Holz kommt bei der Fertigung von Modulen eine wichtige Rolle zu. Die Holzelemente können einfach konstruiert und nachhaltig wieder entsorgt werden.

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