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Licht als Entwurfsidee

TRILUX Licht Campus, Köln

GRAFT Architekten, Berlin 

 

Im Januar 2019 erweiterte TRILUX seinen Standort in der Domstadt Köln um den TRILUX Licht Campus. Das insgesamt 2.700 Quadratmeter große, vierstöckige Gebäude wurde unter anderem in Zusammenarbeit mit GRAFT Architekten konzipiert und ist der Sitz der neu gegründeten Gesellschaft TRILUX Lighting Solutions GmbH. Mit dem Neubau bündelt TRILUX seine Kompetenzen und Ressourcen in Köln. Damit schafft das Unternehmen die optimalen Rahmenbedingungen für ein integriertes, effizientes Arbeiten und einen verbesserten Know-how-Transfer innerhalb der Unternehmensgruppe. Neben Büroräumen für rund 120 Mitarbeiter beherbergt der Licht Campus einen modernen Showroom, der die Zukunftstrends der Beleuchtung bereits heute in der gesamten Bandbreite erlebbar macht. Die Unternehmenszentrale der TRILUX GmbH & Co. KG verbleibt weiterhin im sauerländischen Arnsberg. 
 

Architektonisches Konzept
Die Gestaltung des kubischen Baukörpers ist stark vom Handwerk des Bauherren inspiriert: Licht, Lichtbrechung und Reflexionen spiegeln sich im wahrsten Sinne des Wortes überall im Gebäude wider und repräsentieren die Präzision der Lampenherstellung. Die durchgängige, gestaffelte Glasfassade erzeugt je nach Perspektive eine andere Spiegelfigur und ist der Ästhetik der in Scheinwerfern verbauten Reflektoren nachempfunden, die die optische Verteilung der Lichtquelle optimieren. Um diesen Effekt zu erreichen, ist jedes Fassadenelement in der mittleren Achse im gleichen Winkel verdreht. Es entsteht ein monolithischer Gesamteindruck, der je nach Betrachtungspunkt eine andere Licht- und Tiefenwirkung hervorruft. 

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Gebäudeorganisation
Der Haupteingang des TRILUX Gebäudes orientiert sich mit einer einladenden Geste, integriert in ein übereck laufendes, teilweise zwei Stockwerke hohes, Schaufenster an der nördlichen Straße. Im Westen rahmt das neue Gebäude das Grundstück, sodass zwischen Bestand und Neubau neuer Raum für Begegnungen entsteht. Nach dem Entwurf der Landschaftsarchitekten Lill + Sparla entstand hier ein Begrünungskonzept, das ganzjährig grünt und dessen feine Gräser den einheitlichen Gesamteindruck des Gebäudes kontrastieren. Das Thema des Plaza wird auch im Inneren des Gebäudes wieder aufgegriffen. Das großzügige, zweigeschossige Foyer mit Empfangsbereich holt den öffentlichen Raum in das Gebäude hinein und bietet zusammen mit der Galerie im ersten Geschoss großzügige Flächen für Ausstellungen oder gemeinschaftliche Aktivitäten. Ein weiterer Ort der Begegnung ist die nutzungsoffene Treppe im Foyer, die über ihre Erschließungsfunktion hinaus frei bespielt werden kann. GRAFT hat in Kooperation mit TRILUX eignes eine Deckenleuchte für den Licht Campus entworfen, die Architektur und Licht in einer Struktur zusammenfasst. Die skulpturale Sonderleuchte faltet sich flächig aus der Decke heraus und bildet eine Wölbung die sich organisch über das Auditorium legt. Ein wichtiger Bestandteil des neuen Gebäudekonzepts – und ein Heimspiel für TRILUX – ist die vernetzte, intelligente Beleuchtung. Sie vereint alles, was die Zukunft zu bieten hat, von Sensoren und Lichtmanagement über Human Centric Lighting bis hin zu Predictive Maintenance. Davon können sich auch die Besucher überzeugen: Ein 600 Quadratmeter großer interaktiver Showroom macht die Trends der Lichtwelt von morgen hautnah erlebbar.

 

Moderne Arbeitswelten
In den oberen Geschossen beherbergt das Gebäude die Büroflächen der Firmenverwaltung sowie Ausstellungsflächen für die hauseigenen Produkte und wird somit essentieller Bestandteil des firmeneigenen Kompetenzzentrums, das auf dem Grundstück teilweise bereits besteht. Die fließende Grundrissgestaltung, setzt sich in den oberen vier Geschossen fort, in denen die Büroflächen untergebracht sind. Um die drei Erschließungs- und Sanitärkerne wird die gesamte Gebäudetiefe genutzt: Die sogenannten „Smart Workingscapes“ bestehen aus offenen Kommunikationszonen und abgeschlossenen Arbeitszonen, die mit modular kombinierbaren, hybriden Möbelelementen ausgestattet sind. 

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GRAFT 
Das Architekturbüro GRAFT wurde 1998 durch Lars Krückeberg, Wolfram Putz und Thomas Willemeit in Los Angeles, Kalifornien als Label für Architektur, Städtebau, Design, Musik und „the pursuit of happiness“ gegründet. Seit 2001 unterhalten die Architekten eine Bürofiliale in Berlin, seit 2004 eine weitere in Peking. Insgesamt beschäftigt GRAFT rund 150 Mitarbeiter auf drei Kontinenten. Die Architekten verweigern sich den traditionellen, virtuellen und wirklichen Grenzen in der Arbeitswelt und sind so in der Lage mehr Möglichkeiten und eine sich ständig ausdehnende Palette an Lösungen anzubieten. Unerwartetes, überraschende Missverständnisse, globaler Transfer räumlicher Qualitäten und die Produktion robuster Bastarde – eine Architektur entstanden aus ihren Umständen, die nur durch das GRAFTEN verschiedener Realitäten möglich war. Verstreut über die Kontinente, interdisziplinär und in verschiedenen Erfahrungshorizonten befindlich, ist in jeder Phase in jedem  Projekt von GRAFT etwas Bodenständiges sowie auch Fremdes beherbergt. Die konsequenten Verbindungen und Nachbarschaften produzieren und mutieren aus diesem Reichtum des Prozesses, dieses inspiriert die Architekten, treibt sie an und ist der Grundstock aller Arbeit von GRAFT. Im Kontext der formal experimentierenden Architekturszene zählt GRAFT zu jener international ausgezeichneten Garde, die mit einem erweiterten und amorphen Formvokabular experimentieren und sich mit neuen Möglichkeiten der Parametrisierung von Volumen und Raum auseinandersetzten. Dies schließt die Gleichzeitigkeit verschiedener formaler Haltungen, Prinzipien des Fügens, des Hybridisierens und einer Methodik des Entwerfens im Team genauso ein, wie die kulturelle Offenheit eines Büros, das heute auf drei Kontinenten in einer Vielzahl unterschiedlicher Gesellschaften arbeitet und baut.

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Projektinformationen:

Objekt: TRILUX Licht Campus, Köln
Architekt: GRAFT Architekten, Berlin
Fotos: TRILUX 2019

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