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Hochschule Fulda gewinnt erneut Architekturpreise

Der Bund Deutscher Architekten hat in Kassel hessische Architektur preisgekrönt. Die Hochschule Fulda wurde gleich doppelt ausgezeichnet. Erneut kann sich die Hochschule Fulda über zwei Architekturpreise und damit über eine hervorragende Resonanz aus Fachkreisen zu ihrer Campusarchitektur freuen. Das neue Lehr- und Verwaltungsgebäude an der Moltkestraße sowie das Ensemble aus Hochschul- und Landesbibliothek (HLB), Mensa und Student Service Center (SSC) sind vom Bund Deutscher Architekten (BDA) Kassel und Mittelhessen als beispielhafte Architektur in Hessen ausgezeichnet worden. Am 10. April nahmen die Architekten sowie der Kanzler der Hochschule Fulda, Ralf Alberding, die Simon-Louis-du-Ry-Plaketten 2018 entgegen. Die Bauten der Hochschule Fulda sind zwei von insgesamt zehn Baumaßnahmen, die einen Preis erhielten.

Auszeichnung für Bauherren und Architekten
Die Auszeichnung würdigt Bauherren und Architekten gleichermaßen. Für das Lehr- und Verwaltungsgebäude wurden die Architekturbüros Sturm und Wartzeck GmbH, Dipperz / Baufrösche Architekten und Stadtplaner GmbH, Kassel ausgezeichnet. Für die HLB, Mensa und das SSC erhielt das Büro Atelier 30 Architekten GmbH, Kassel den Preis. Bauherr war in beiden Fällen der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH), Niederlassung Ost, vertreten durch die Projektleiter Bernhard Brähler und Harald Mathes. „Das ist eine großartige Anerkennung für die Entwicklung unseres Campus, vor allem aber für all jene, die die neuen Gebäude entworfen und gebaut haben", freute sich Ralf Alberding, der Kanzler der Hochschule Fulda. Dass ein Bauherr gleich mit zwei Bauprojekten ausgezeichnet werde, sei eher selten. „Das macht einmal mehr deutlich, wie gut die Rahmenbedingungen sind, die wir Studierenden in Fulda bieten können", betonte der Kanzler. Im vergangenen Jahr hatten die Außenanlagen der Hochschule Fulda im Rahmen des vom Land und der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen gemeinsam ausgelobten Architekturpreises „Vorbildliche Bauten im Land Hessen" bereits eine Auszeichnung erhalten. Auch dieser Preis richtete sich an Architekten wie Bauherren.

Jurybegründung
In der Jurybegründung hieß es, das Lehr- und Verwaltungsgebäude in der Moltkestraße lasse "architektonisch geschickt die Wohnbebauung in das Hochschulgelände übergehen. Seine steinerne Fassade aus Muschelkalk schafft den direkten Bezug zur Materialität und Fassadenstruktur der zentralen Hochschulneubauten und markiert damit die Zugehörigkeit sowie den Zugang zum Campusgelände. „Das Gebäude überzeuge "durch seine stadträumliche und innenräumliche Qualität und schaffe einen vorbildlichen Campusbaustein.“ Das Ensemble aus HLB, SSC und Mensa würdigte die Jury als gelungene „Konversion des ehemaligen Kasernengeländes zu einem Universitätscampus". Durch die Anordnung der drei Bauten werde "ein Identität stiftender, großzügiger, steinerner Platz mit Platanenhain geschaffen, der den Campus über neue Blickachsen und gestaltete Freiräume vernetzt". Das Ensemble „neutralisiert den Kasernentypus, erzeugt einen qualitätsvollen und kommunikativen Campusstandort und bildet einen hervorragend gelungenen Stadtbaustein für Fulda", betonte die Jury.

Hintergrund
Die BDA-Gruppen Kassel und Mittelhessen möchten gute, beispielhafte Architektur der Öffentlichkeit bekannt machen. Um die entsprechenden Bauten auszeichnen zu können, schreiben sie in einem fünfjährigen Zyklus den Wettbewerb „Ausgezeichnete Architektur in Hessen" aus. Die prämierten Bauten erhalten die „Simon-Louis-du-Ry-Plakette". Für den Wettbewerb zugelassen waren Bauten, die im Zeitraum von 2013 bis Januar 2018 fertig gestellt wurden und ihren Standort in der Stadt Kassel oder den Landkreisen Kassel, Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder, Werra-Meißner, Hersfeld-Rotenburg, Marburg-Biedenkopf, Lahn-Dill, Gießen, Wetterau Vogelsberg und Fulda haben.


Foto: Atelier 30

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